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Strategie für den Kampf in der Umweltkrise

Klimawandel

Setzt man sich mit den vielfältigen Aspekten der Umweltkrise - dem Klimawandel, dem Artensterben, der Vermüllung und Versauerung der Ozeane, der Abholzung von Urwäldern etc. - auseinander, stellen sich zunächst einmal folgende Fragen:

  • Haben wir überhaupt ein Problem?

  • Geht mich das etwas an?

  • Könnte ich etwas dagegen tun?

  • Sollte ich etwas dagegen tun?


Nach dem Studium etlicher Bücher, noch mehr Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sowie YouTube Videos, bin ich zum Schluss gekommen, dass ich alle Fragen mit 'ja' beantworten muss . (Ausführliche Antworten auf diese Fragen finden sich hier.)

Nehme ich weiterhin besagte Quellen ernst, sehe ich mich mit folgenden Aufforderungen konfrontiert: Willst du dafür sorgen, dass die aktuellen Probleme sich nicht zu einer Katastrophe auswachsen, dann

  • Ernähre dich vegetarisch!

  • Drehe die Heizung runter!

  • Vermeide Verpackung und Abfall!

  • Lass dein Auto stehen!

  • Verzichte auf Flugreisen!

  • Iss nur regionale und saisonale Produkte!

  • Dusche nicht so oft und so lange!

  • Kaufe nur Bio & Fair!

  • ...


Doch halt! Überschätze ich da nicht die Wirkung meines Verhaltens? Außerdem: Gemäß dieser Liste sollte ich mich am besten sofort aus diesem Leben verabschieden. Dann wäre mein Umweltbeitrag nämlich maximiert! Das alleine kann es wohl nicht sein.

Sich an obige Gebote zu halten, wäre mein direkter Beitrag. Doch wer bin ich als einzelner schon, was macht es  für einen Unterschied, wenn nur ich mich anders verhalte als alle die anderen? Im größeren Kontext kann man genau so argumentieren: Was bewirkt es angesichts der Mengen an CO2, die weltweit in die Atmosphäre befördert werden, ob Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigt? Wenig! Auch hier ist der direkte Beitrag gering.
Vielleicht sollten wir uns auf den indirekten Beitrag konzentrieren: Nämlich die Beeinflussung der Menschen, Gesellschaften und Länder, die sich bislang noch nicht für den Kampf entscheiden konnten.

Die großen Hebel zur Veränderung haben nur Regierungen und internationale Prozesse in der Hand. Die Umsteuerung bedarf neuer Gesetze bzw. der Veränderung bestehender. Nur wenn klar ist, dass alle mitmachen (müssen), kommt genügend Masse in Bewegung!

Wenn ich mich frage, welche Freiräume ich denn in diesem Kontext habe, hier wirksam zu werden, kommen Antworten wie diese zusammen:

  • Gebe deine Zurückhaltung auf, wenn es darum geht, das Krisenthema überhaupt anzusprechen!

  • Bringe deine Mitmenschen dazu, sich ebenfalls zu den eingangs gestellten Fragen eine Meinung zu bilden! (Genau aus diesem Grunde steht dieser Text hier!)

  • Zeige durch dein Vorbild und deine Kreativität, dass vieles mit gutem Willen geht bzw. nicht weh tun muss! Zum Beispiel, wenn man den genannten Aufforderungen nachkommt.

  • Unterstütze ökologische Bewegungen und Parteien!

  • Gehe auf die Straße und zeige dich und dein Anliegen!

  • Versuche, das Verlust- und Verzichts-Image, dass vielen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise anhaftet, zu bekämpfen, indem du ansteckend positive Geschichten erzählst!


Der letzte Punkt: Positive Geschichten zu (er)finden ist womöglich die größte Herausforderung. Dabei geht es natürlich nicht um irgendwelche romantische Märchen einer idealen Welt, wo alle Menschen ganz eng zusammenrücken, sich gegenseitig Wollpullis stricken etc. pp. Sondern um praktische Erfolge von mutigen Pionieren, die zeigen, wie man sein Leben auch ohne großen Kapitalbedarf und Verzicht naturverträglich einrichten kann.

Für mich stellt sich hier die Kernfrage nach dem selbstbestimmten Leben und dessen Sinn. Sich hier mit anderen auf die Suche zu machen, sollte doch neue Möglichkeiten eröffnen! Bis dato zählen diese Fragen zu den privatesten überhaupt. Aber mir scheint, das sollte, das darf nicht so bleiben, weil das Überleben der Menschen bzw. der Menschlichkeit davon abhängt, ob wir uns zusammenraufen oder nicht. Um dies zu ermöglichen ist es erforderlich, dass alle Menschen sich Rechenschaft über ihre Antwort zu ihrem Leben ablegen und dass sie lernen, ohne Scheu mit anderen darüber zu sprechen.


 
 
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