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Risiko

Klimawandel

Wir kämpfen aktuell mit dem Risiko, dass die Menschheit eine wesentliche Grundlage ihrer Zivilisation zerstört, nämlich die (menschen-)lebensfreundliche Natur des Holozän mit weitgehend stabilem Klima und Meeresspiegel.
Doch es gibt auch ein anderes Risiko: Was wäre, wenn sich die aktuelle Aufregung um den Klimawandel als vollkommen überzogener Hype herausstellen würde? Für mich sieht es momentan nicht danach aus. Ganz im Gegenteil: Je tiefer sich Autoren mit der Materie auseinandergesetzt haben, umso besorgter sind sie. Mir ist noch kein professioneller Klimaforscher oder -experte über den Weg gelaufen, der hier eine Ausnahme darstellt. All die "klimaskeptischen" Videos auf YouTube z.B. wurden von wissenschaftlich namenlosen Autoren verfasst.
Doch spielen wir einmal den advocatus diaboli und nehmen an: Alles ein großer Irrtum! Welcher Schaden würde entstehen, wenn wir mit der Energiewende, dem Umstieg auf eine nachhaltige Landwirtschaft und konsequente Kreislaufwirtschaft Ernst machten? Obwohl es aus klimatischer Perspektive gar nicht notwendig ist.
Wir hätten plötzlich saubere Luft, eine vielfältige Natur, weniger Müll. Fossile Reserven blieben den nachkommenden Generationen zur Herstellung wichtiger Güter wie Kunststoffe, Kunstfasern und Medikamente erhalten. Die Saudis würden indirekt "enteignet", zumindest wäre der Konfliktherd Naher Osten ein Stück weit entschärft. Klingt eigentlich nicht schlecht, oder? Und noch ein Effekt wäre unausweichlich: Die Umstellung setzt die Einsicht vieler Menschen in ihre Situation als "Kinder der Erde" voraus. Solch eine Bewusstseinsentwicklung würde mit sehr gefallen! Kategorien der Hautfarbe, Nationalitäten und anderer Zufälligkeiten menschlicher Existenz würden in ihrer Bedeutung verlieren zugunsten eines konstruktiven Gefühls der Zusammengehörigkeit.

Noch eine weitere wesentliche Betrachtung lässt sich unter dem Begriff des Risikos abhandeln: Was wäre, wenn nicht 97% aller Experten sondern nur 50% den Klimawandel für menschengemacht hielten? Sollte unser Sicherheitsdenken uns hier nicht vorsichtig agieren lassen? Ich fahre seit 46 Jahren Auto und noch nie hat mir der immer angelegte Sicherheitsgurt das Leben gerettet. Ähnlich geht es mit Versicherungspolicen, deren Beiträge periodisch abgebucht werden. Obwohl in diesen Fällen das Risiko für den Eintritt eines Schadens sicherlich weit unter 50% liegt, möchten wir nicht darauf verzichten! Welchen Gewinn erhoffen wir eigentlich für das "weiter so wie immer" in unserer aktuellen Wirtschaftsweise, dass wir beim Klimawandel ein dermaßen hohes Risiko eingehen? Das erscheint mir nicht sachlich sondern nur psychologisch begründbar.

 
 
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