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EvoLab

Softwareprojekte

Evolution im Computer - Kann etwas Sinnvolles "von selbst" entstehen? Kann sich der Computer selbst programmieren?

Nun, diese Fragen gehören für mich zu den spannendsten überhaupt, und darum habe ich einige Arbeit in das hier vorgestellte Projekt investiert. Ich glaube, dass jeder, der sich mit dem Programm EvoLab und der dort realisierten “Welt” beschäftigt, auf seine Kosten kommt und sowohl Spaß als auch Erkenntnisse daraus zieht.

Anstatt darüber zu theoretisieren, was denn “etwas Sinnvolles” genannt werden kann und was “von selbst” bedeutet, geht es hier um sehr konkrete Dinge und im Detail nachvollziehbare Abläufe. Jeder kann dann selbst eine Bewertung des Beobachteten formulieren.

Das Thema “Evolutionäre Algorithmen” oder “Genetische Algorithmen” ist ja beileibe nicht neu, aber es gibt nur wenige leicht fassbare und unterhaltende Einführungen. Worauf kommt es bei solch einem Programm an?

  • Es sollte einfach und anschaulich sein, um die Verständlichkeit zu wahren.

  • Es darf aber nicht ins Triviale rutschen, sonst gibt es keinen “Aha”- bzw. “Oha”-Effekt.

  • Es sollte unterhaltend und vielseitig sein.

  • Es sollte zum eigenen Probieren und Forschen anregen.


Nun, ich hoffe, dass das Projekt “Evolution im Computer” sowie das Programm EvoLab 2 allen diesen Anforderungen gerecht wird - aber urteilen Sie selbst!

EvoLab wurde konzipiert für den Einsatz im Seminarkurs über Evolution im Computer.

Einführung
In EvoLab geht es darum, künstliche Ameisen zu züchten, welche in der Lage sind, aufgrund minimaler Umweltreize einer Spur zu folgen. Die Ameise verfügt über ein Auge, mit dem sie den direkt vor ihr liegenden Raumbereich überblicken kann. Ihr Genom ist eine Art Steuerprogramm, welches die Regeln vorgibt, nach denen sie versucht, der Spur zu folgen. Der aktuelle Blick nach vorne sowie eine Merkzahl bestimmen die Auswahl der Verhaltensregel und damit ihr Voranschreiten. Zu Beginn der Evolution besteht ihr Verhaltensprogramm aus zufällig gewählten Regeln und sie ist völlig orientierungslos. Doch nach und nach entwickelt sich, sozusagen von selbst, das sinnvolle Etwas, nämlich ein Regelsatz, der die Ameise erfolgreich ans Ziel bringt. Und man staunt: Das Gelernte bewährt sich sogar auf anderen Spuren!

Mit Evolab lassen sich folgende Aufgaben rund um das Thema "künstliche Ameisen" bequem erledigen:

  • Definition von Spuren = Testparcours (Tab Parcours)

  • Hineinschlüpfen in die Situation einer Ameise (Tab Selber Ameise)

  • Inspektion und manuelle Festlegung von Genomen (Tab Genom)

  • Festlegen von Evolutionsparametern (Tab Parameter)

  • Durchführung von Evolutionsläufen (Tab Evolution)

  • Testen der evolvierten oder manuell definierten Ameisen bzw. Genome (Tab Test)


Tab "Selber Ameise"
Diese Seite sollte man zuerst besuchen. Man lernt hier nämlich, welches Problem die Evolution zu lösen hat und wie schwierig die Aufgabe ist - mit “Feld sichtbar” = aus, sonst wäre es zu einfach! Lade den classic-Parcours über das Datei-Menü und los geht's, indem du die Bewegung der Ameise mit den Pfeiltasten per Mausklick steuerst. Übe zunächst einmal mit "Feld sichtbar" = ein, bevor du dich auf das Auge der Ameise allein verlässt.

Tab "Parcours"
Für einen neuen Versuch wird hier ein Parcours definiert oder geladen (im Bild unten ein außergewöhnlicher, meist wird hier “Classic” gewählt)

Tab "Parameter"
Hier werden die Evolutionsparameter eingestellt:

Tab "Evolution"
Jetzt kann der Evolutionsprozess beginnen. Ein Anschlag am oberen Rand bedeutet Erfolg!

Tab "Test"
Hier kann man das Ergebnis der Evolution testen (Man sieht hier den “Classic”-Parcours)

Tab "Genom"
Dies ist das Genom - das evoluierte. Man kann aber auch “von Hand” programmieren - eine ganz neue Erfahrung!

Materialien
Künstliche Ameisen, Parametervariationen

Installation
Lade die Datei EvoLab.exe auf Deinen PC und starte das Programm durch Doppelklick! Hier lädt man den classic-Parcours. Hier den random-Trail.

 
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